Burn out

Kennen Sie das?

Ich kann nicht mehr!     Mir wächst alles über den Kopf.     Meine Batterien sind leer.  

Ich laufe auf dem Zahnfleisch.  Wofür mache ich das alles.  Die anderen nerven mich.

Ich habe keine Energie mehr.  Was soll das alles.      Ich fühle mich machtlos.

Dann könnte es sein, dass sie an einem Burn out leiden!

Ein Burn out kann jeden treffen. 44% leiden unter starker nervlicher Anspannung am Arbeitsplatz, Viele haben ein geringes psychisches Wohlbefinden, dies zeigen Statistiken. Gewisse Berufsgruppen sind besonders gefährdet ein Burn out zu kriegen, wie bsp. Berufe im Gesundheitswesen, bei der Polizei oder unter Lehrkräften. Besonders Berufsgruppen, welche mit Problemen anderer Menschen arbeiten, sind somit gefährdet, neben Berufen mit wechselnder Arbeitszeit, wie bsp. Nachtarbeit. Ebenso gefährdet sind Menschen vor allem in den mittleren Kadern von grösseren Firmen, von welchen heute sehr viel verlangt wird auch in zeitlicher Hinsicht.

Ein Burn out ist eine seelische Erkrankung, welche häufig auch selber diagnostiziert wird. Ein Burn out kann die Vorstufe zu einer Depression darstellen.

Die Hauptsymptome sind körperliche und emotionale Erschöpfung, verminderte Leistungsfähigkeit und gleichgültige, negative, zum Teil zynische Haltung gegenüber Arbeit und Mitmenschen.

Ein Burn out entwickelt sich oft langsam über die Monate bis Jahre und zeigt oft am Anfang psychosomatische Beschwerden, wie Schmerzen, Durchfälle, Schlafstörungen, Schwindel,  Herzbeschwerden etc. Ein Burn out ist nicht eine Reaktion auf eine einmalige und extreme Belastung, sondern die individuelle Reaktion auf andauernde, bzw. wiederholte emotionale Belastung im Alltag.

Längerfristige Folgen sind verminderte Erholungsfähigkeit, d.h. die Ferien verpuffen. Verminderte Leistungsfähigkeit, vermehrte Krankheitsabsenzen bei der Arbeit, verminderte Immunabwehr, Angststörungen, ev. sogar Depressionen, Aggressionen bis zu Selbstaggression (Suizidalität), steigende Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen, vermehrter Konsum von Alkohol, Medikamenten, Nikotin, Drogen, sozialer Rückzug, Vergesslichkeit, sowie erhöhte Fehler- und Unfallquote.

Ein Burn out trifft oft die besten Mitarbeiter, d.h. Menschen mit hoher Leistungsbereitschaft, hohem Verantwortungsgefühl/Pflichtgefühl, Menschen mit hohem Engagement im Umgang mit Anderen, Personen mit Neigung zu Perfektionismus, schlechter Abgrenzbarkeit und Neigung zum Vernachlässigen der eigenen Bedürfnisse.

Ursächlich verantwortlich bei der Entwicklung eines Burn Outs sind somit Faktoren am Arbeitsplatz, im Privatleben, die persönliche Grundhaltung und  die körperliche Fitness.

Möglicher Ablauf:

Phase 1:  gesteigerter Einsatz für Ziele, Zunahme der Überstunden, Verzicht auf Erholungsphasen, Gefühl der Unentbehrlichkeit. Der Beruf wird zentral im Leben. Es folgen Erschöpfungszustände mit Schlafstörungen, Schwindel, Konzentrationsstörungen etc.

Phase 2: es folgt ein sozialer Rückzug, die Einstellung zur Arbeit wird negativ, Gefühle wie Ausgenutzt werden, höheres Gewicht der Entlöhnung, Gefühle von mangelnder Anerkennung treten in den Vordergrund.

Phase 3: Die Nerven liegen blank: Ungeduld, Nervosität, Reizbarkeit, Wutausbrüche, Minderwertigkeitsgefühle, Schuldgefühle, Energiemangel, Hilflosigkeit, Verbitterung, Aufgeben von wichtigen Lebenszielen sollten nun Warnsymptome sein um eine Behandlung zu beginnen. In dieser Phase können auch Depressionen auftreten.

Phase 4: Die Arbeitsfähigkeit wird in Frage gestellt, Der Betroffene hat Mühe mit Arbeitsorganisationen, Mühe beim Lösen von komplexen Aufgaben. Es entsteht Wiederstand gegen alle Veränderungen. Beziehungen leiden, oft kommt es in solchen Phasen zur Trennung und somit zur Vereinsamung.

Phase 5: hier kommt es zum totalen Rückzug in sich selbst, Es entsteht Gleichgültigkeit, Desinteresse für alles, die Hobbies werden aufgegeben, es gibt eine „EGO“-Zentrierung, soziale Kontakte werden oft ganz abgebrochen

Phase 6: nun rebelliert der Körper immer mehr: Verspannungen Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Alkoholkonsum und Drogenkonsum können die Folgen sein.

Phase 7: Alles hat keinen Sinn mehr: Es kann zum Vollbild einer Depression kommen mit allg. Hoffnungslosigkeit, existentieller Verzweiflung, überwiegend neg. Lebenseinstellung etc.

Ein Burn out lässt sich heute gut behandeln, wenn diese nicht zu spät beginnt. Die Behandlung besteht aus drei Hauptpunkten:

Wichtig ist es, möglichst frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen. Ziele der Behandlung sind:

Reduktion des Anspruches auf unbegrenzte Leistungsfähigkeit, vermehrtes Beachten der eigenen Bedürfnisse und Befindlichkeiten, Identifikation mit neuen Lebensinhalten, Steigern des Selbstwertgefühles. Erreicht werden diese Ziele einerseits mittels Gesprächen mit der behandelnden Fachperson, ev. zu Beginn mittels einem Time out. Unterstützend werden auch  Medikamente verschrieben. Wichtig ist der Kontakt mit dem Arbeitsplatz und der familiären Umgebung.

Bei Ihrem Hausarzt oder auf dem Internet finden sie Fragebogen mittels welchen sie das Risiko für sich selber abschätzen können. Ein Burn out ist eine ernste Krankheit, bei früher Diagnose und entsprechender Therapie, sowie Anpassung der Lebensumstände ist die Prognose aber gut und die Heilungschancen hoch.

Zum Schluss möchten wir Ihnen 16 Punkte auflisten, wie sie garantiert ein Burn out bekommen werden:

                        Unter folgendem Link einen Burn-Out Fragebogen an

                        Burn Out Fragebogen zum Selbsttest

Nützliches:

Sprechstundenvereinbarung 044 950 40 70

Ärztehotline täglich von 13.30-14.00 Uhr auf die Nummer 044 950 40 90

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