Entspannt im Homeoffice

Entspannt im Homeoffice

Homeoffice bringt grosse Vorteile, aber auch gesundheitliche Nachteile mit sich: Der Bewegungsmangel, respektive der kurze Weg zum eigenen Kühlschrank führt zum «Lockdown-Speck», der suboptimal gestaltete Arbeitsplatz zu Rücken- und Nackenverspannungen und die reduzierten sozialen Kontakte – unterstützt durch die medialen Berichte – zu vermehrten Ängsten.

Angst und Unsicherheiten nehmen irgendwann ab, weil wir die Krankheit kennen, uns an die neue Situation gewöhnt haben und die Pandemie zu Ende geht. Homeoffice hingegen bietet so grosse Vorteile für Arbeitgeber und –nehmer, dass es uns wohl erhalten bleiben wird. Darum lohnt es sich, spätestens jetzt für einen ergonomischen Arbeitsplatz und eine gesunde Arbeitsorganisation zu sorgen.

 

Ergonomie am Arbeitsplatz

Nacken- und Rückenbeschwerden durch Büroarbeit entstehen v.a. durch Muskelverspannungen. Diese führen in der Folge oft zu Kopfschmerzen, welche im Verlauf des Tages zunehmen und z.T. auch zu einem leichten Schwindel führen können. Die einfachste Massnahm, um dem vorzubeugen ist: Bewegung. Wechseln sie ihre Sitzhaltung, stehen Sie auf zum Telefonieren, spazieren Sie zum Drucker und Dehnen sie zwischendurch Nacken und Schultern. Haltungsveränderungen sind wichtig für den Bewegungsapparat.

Hier ein paar Tipps zur Einrichtung des Homeoffice:

 

Bürostuhl

Leisten sie sich einen Bürostuhl, der auf Sie eingestellt werden kann. Ein Schemeli als Sitzfläche führt garantiert zu Verspannungen.

 

 

Tischhöhe so wählen, dass bei guter Stuhleinstellung die Unterarme leicht auf der Tischfläche aufliegen und ein rechter Winkel zwischen Ober- und Unterarm besteht.

 

Bildschirm

Auf keinen Fall den PC-Monitor so aufstellen, dass die oberste Zeile des Bildschirms über ihrer Augenhöhe liegt. Das zwingt den Kopf nämlich, nach hinten abzuknicken und belastet die Nackenmuskulatur.

 

Wenn sie für einen identischen Abstand zwischen Bildschirm und Akten sorgen, Bildschirmschonen Sie die Augen: Pro Tag machen wir bis zu 30.000 Blickwechsel zwischen Vorlage, Tastatur und Bildschirm(en). Wenn die Distanzen etwa gleich sind, müssen Ihre Augenmuskeln weniger stark akkommodieren (Fern/Nahstellen der Schärfe).

 

Tastatur

 

Beleuchtung

 

Arbeit und Privates trennen

Definieren sie feste Arbeits- und Familienzeiten. Geben Sie sich einen festen Tagesablauf: Aufstehen zu bestimmten Zeiten, regelmässig essen, arbeiten, sich bewegen, Erholung. Eine solche Struktur gibt Halt und Sinn und beugt schlechter Stimmung vor.

Vom Arbeitsbeginn weg sind alle 45-60 Minuten kurze Pausen empfohlen, denn die Konzentrationsfähigkeit lässt danach sowieso langsam nach. Der Erholungswert bei mehreren kurzen Pausen in kurzen Abständen ist klar grösser, als bei wenigen, längeren Arbeitspausen.

In den Kurzpausen können Sie sich z.B. mit kleinen Dehnungsübungen mental und körperlich entspannen. Dafür gibt es auch gute Entspannungs-Apps.

Und zu guter Letzt:

Konzentrieren Sie sich in diesen Zeiten trotz loyalen Gefühlen auf das, was Sie beeinflussen können und akzeptieren Sie die Dinge, die Sie nicht ändern können.

 

Quelle

ETHZ (Bilder, Inhalt)

SUVA (Bilder, Inhalt)

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