Herzschwäche – Herzinsuffizienz

Insuffizienz ist der medizinische Fachbegriff für Schwäche, das heisst bei einer Herzinsuffizienz funktioniert das Herz weniger gut als beim gesunden Menschen. Ca. 110000 Patienten leiden jährlich in der Schweiz an dieser Krankheit und man nimmt an, das diese Zahl in den kommenden Jahren um das zwei- bis dreifache steigen wird, unter anderem, weil unsere Bevölkerung immer älter wird und die Herzinsuffizienz mit zunehmenden Alter immer häufiger vorkommt. Die Ursachen der Herzinsuffizienz sind vor allem die koronare Herzkrankheit (Herzinfarkt, dabei sterben Teile des Herzmuskels ab), der Bluthochdruck (führt zu einer Überbelastung des Herzmuskels) und Herzklappenfehler. Weniger häufig sind Herzmuskelerkrankungen (zum Beispiel augrund von Infektionen, Stoffwechselstörungen oder übermässigem Alkoholkonsum) und angeborene Herzfehler die Ursache für eine Herzschwäche. Die Symptome der Herzinsuffizienz sind vor allem Atembeschwerden wegen eines Wasserstaus in den Lungen sowie geschwollene Beine wegen einer Wasserstaus in den Beinen. Das Herz versorgt den ganzen Körper mit Blut. Es pumpt jede Sekunde eine bestimmte Anzahl von Litern Blut durch die Blutgefässe. Bei einer Schwäche ist das Herz nicht mehr in der Lage, eine ausreichende Menge Blut aus den Herzkammern in die Schlagadern zu pumpen. Dabei werden die Blutgefässe nicht mehr richtig gefüllt und der Blutdruck sinkt bedenklich ab. Kommt es so weit, kann der Körper Gegenmassnahmen ergreifen. Um den Blutdruck wieder auszugleichen, lagert der Körper Wasser ein, das heisst, er scheidet weniger Wasser aus. Das Wasser verbleibt so im Körper und gleicht den Blutdruckverlust aus. Dabei sammelt sich das Wasser aber auch in den Beinen und Lungen an und es kommt zu einem Wasserstau. Um das Wasser überhaupt einlagern zu können benötigt der Körper Salz. Für die Regelung des Salz-Gehaltes ist ein Hormon zuständig. Je mehr von diesem Hormon produziert wird, desto weniger Flüssigkeit scheiden die Nieren aus indem sie Salz im Körper zurückbehalten, welches das Wasser „anzieht“. Die  Therapie Der Herzinsuffizienz besteht unter anderem darin diese (überschiessende) Gegenmassnahme  zu korrigieren, da das viele eingelagerte Wasser das Herz wiederum belastet. Dies erreicht man durch sogenannte Diuretica („Wassertabletten“), die die Wasserausscheidung (Diurese) in den Nieren fördern. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Patienten nicht zu viel trinken und möglichst salzarm essen. Die Wirkung der Diuretica zeigt sich einerseits durch eine erhöhte Urinproduktion, das heisst die Patienten müssen nach der Einnahme der Wassertabletten häufiger auf die Toilette. Andererseits senkt sich das Körpergewicht, da das Wasser ja auch gleichzeitig Gewicht bedeutet. Es ist deshalb wichtig, dass Patienten mit einer Herzinsuffizienz täglich auf die Waage stehen, um die Wirkung zu kontrollieren/überwachen. Neben den Diuretica kommen noch andere Medikamente zum Einsatz, die den Herzmuskel stärken und die Blutgefässe erweitern (so muss das Herz weniger stark arbeiten). Neben den Medikamenten sind aber auch die nicht-medikamentösen Massnahmen wichtig. Dazu gehören eine regelmässige leichte körperliche Belastung, das Meiden von Alkohol und Nikotin sowie eine allgemeine Körpergewichtsreduktion bei Uebergewicht.

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