Krankmachende Sonnenstrahlen?

Unbeschwert die Sonne und den Sommer geniessen

Krankmachende Sonnenstrahlen?

Mit dem nahenden Sommer und dem damit verbundenen Sonnenbaden möchten wir uns heute nochmals, wie schon in einer früheren Ausgabe, mit den positiven und vorallem den negativen Seiten der Sonnenstrahlen befassen.

Leider nehmen die durch die Sonne verursachten Krankheiten wie der schwarze Hautkrebs, die Hautalterung, Altersflecken , harmlose und aber auch bösartige Muttermahle sowie die Sonnenallergie massiv zu. Dies hängt einerseits mit dem leider oft zu unbeschwerten Sonnenbaden, häufigen Sonnenbränden, vorallem in der Kindheit, und dem largen Verwenden von Sonnenschutzprodukten zusammen, anderseits aber mit der intensiveren Sonneneinstrahlung auf der Erde durch die schwindende Ozonschicht. Diese Faktoren bedingen heute um so mehr das richtige Anwenden von Sonnenschutz, einerseits durch Verwenden der richtigen Produkte, anderseits aber auch der genügende Sonnenschutz durch richtige Kleidung, tragen von Hüten und Ausnützen von natürlichem Schatten. (unter einem Sonnenschirm beträgt die Sonneneinstrahlung immer noch 80%) Zu Denken geben Kleidungsstücke, die extra UV-durchlässig produziert werden, um auch unter der Kleidung bräunen zu können. Gerade unter solchen Kleidungsstücken fühlt man sich in einer falschen Sicherheit und benützt keine Sonnencremen. Sinnvoll, vorallem für Kleinkinder, sind die heute angebotenen speziellen T-Shirts, welche die Sonnenstrahlen nichtdurchlassen. Ein normales T-Shirt lässt bis zu 60% der Sonnenstrahlung durch. Solche „Schutzkleider“ sind für uns nicht sonnengewohnten Mitteleuropäer vorallem in den Ferien am Wasser günstig.

Das richtige Verhalten

– Bestimmen Sie Ihren Hauttyp und wählen Sie einen entsprechenden    Lichtschutzfaktor. (Generell sollten Lichtschutzfaktoren unter 15 nicht mehr verwendet werden, insbesondere bei Kindern).

– Tragen Sie den Sonnenschutz immer im Schatten und 30-45 Minuten vor dem Sonnenbad auf.

– Lassen Sie der Haut Zeit, Ihren Eigenschutz aufzubauen, d.h. beginnen Sie mit kurzen Sonnenbädern, damit die Haut  langsam „vorbräunen“ kann. Sehr empfindlichen Menschen können bei richtiger Anwendung auch im Solarium vorbräunen.

– Gehen Sie nie zwischen 11 Uhr und 15 Uhr an die pralle Sonne. Auch im Schatten wird man, wenn auch etwas langsamer, braun. Machen sie es den Südländern nach und geniessen sie eine ausgedehnte Siesta. Über Mittag findet man nur die Touristen am Strand.

– Uerziehen Sie Ihr persönliches tägliches Sonnenkonto nie – ein Sonnenbrand ist die Folge. Innerhalb eines Tages addiert sich jeder einzelne Aufenthalt an der Sonne. Entgegen immer wieder gemachten Behauptungen, kann man durch mehrfaches Einstreichen von Sonnenschutzmitteln das Sonnenkonto nichterhöhen. Die Schutzdauer, die ein Produkt erreicht, darf nur einmal ausgenutzt werden. (persönliches Sonnenkonto) Einzig und allein die Erhöhung des Schutzfaktors bei einer Sonnencreme erhöht das Konto. (vgl. Eigenschutzzeit und Schutzfaktor unten)

– Beachten Sie Aspekte der Reflexion. Helle Untergründe (Sand, Beton, Schnee etc.) reflektieren Sonnenlicht, ebenso wie die Wasseroberfläche und intensivieren die Strahlung. Benutzen sie am Wasser immer wasserfesteSonnenschutzmittel, da auch unter Wasser UV-Strahlen wirken.

– Trinken Sie viel und regelmässig, damit die Haut nicht austrocknet.

– Verzichten Sie nicht auf Kopfbedeckungen und Sonnenbrillen, vorallem bei Kindern.

– Beachten Sie speziell den Sonnenschutz an exponierten Stellen, wie Nase, Lippen, Ohren, Décolleté, Busen, Schultern, Glatze und Kniekehlen. Vergessen Sie auch nicht die Füsse einzucremen.

– Wollen Sie nicht, dass Ihre Haare an der Sonne ausbleichen, benutzen Sie Shampoo mit Sonnenschutz, oder noch besser tragen Sie eine Kopfbedeckung.

– Babys unter 4 Monaten gehören überhaupt nicht an die Sonne.

– Kinder bis 1 Jahr gehören bekleidet mit Hütchen, Sonnenbrille, Hemd und Hose in den Schatten. Benützen Sie UV-geschützte Oberkleider. Kleinkinder benötigen speziell gute Sonnencremen mit hohem Schutzfaktor.

– Allergiker sollten möglichst gut verträgliche Produkte ohne Emulgatoren, Fett und Parfüm, mit hohem Schutzfaktor benutzen. Für Sonnenallergiker(immerhin 20% der Schweizerbevölkerung leidet unter Sonnenallergie und oder Mallorca-Akne) gibt es heute neue Produkte ohne Emulgatoren, welche für die „Mallorca-Akne“ verantwortlich sind. Bei der Sonnenallergie spielen neben diesen Emulgatoren auch  UVA-Strahlung und freie Radikale eine Rolle. Solche Radikale werden durch Hitze, Kälte und UV-Strahlung gebildet, dringen in die Haut ein und können somit eine Sonnenallergie auslösen. Als guter Radikalfänger gilt Vitamin E, das immer häufiger in Kosmetika eingesetzt wird. Es gibt heute bereits eine spezielle Sonnenschutz-Generation für Allergiker. (Eucerin Phase 1 und Phase 2 von der Firma Beiersdorf) Phase 1 wird eine Woche vor den Ferien beispielsweise zweimal täglich aufgetragen. Dadurch wird ein Schutzdepot von Vitamin E in der Haut vorbereitet. Phase 2 wird während dem Sonnenbad aufgetragen und schützt vor UVA- und UVB-Strahlen. Ebenso kann während der Sommermonate Vitamin E, das übrigens auch prophylaktisch gegen Rheuma wirken soll, in Form von Kapseln eingenommen werden um der Sonnenallergie vorzubeugen. Daneben kann Mangan oder Calcium vorbeugende Wirkung haben. Wichtig ist und bleibt ein guter Sonnenschutz wie oben beschrieben.

Eigenschutzzeit und Schutzfaktor:

Die Eigenschutzzeit besagt, wie lange Sie ohne Gefahr einer Hautrötung an der Sonne verbringen können. Diese hängt direkt vom Hauttyp ab. (vgl. unten) Diese Zeit wird durch Faktoren, wie Wind, Wasser und Schweiss leider verkürzt. Die Zahl des Lichtschutzfaktors (LSF) gibt an, wie viel mal länger Sie mit Ihrem Sonnenschutzmittel an der Sonne verweilen dürfen. Diese Zeit wird meist überschätzt. Mehrfaches Einreiben erhöht nicht die Gesamtzeit, erneuert aber den Schutz, bsp. nach einem Bad oder nach dem Duschen.

Die vier Hauttypen:

Typ 1:– rotblondes Haar, helle Augen, sehr heller Teint, Sommersprossen, extrem empfindlich, sofort Sonnenbrand, nur sehr langsame Bräunung möglich (wenn überhaupt).

               Eigenschutzzeit Typ 1:    5 – 10 Minuten

Typ 2: – blondes Haar, helle Augen, heller Teint, oft Sommersprossen, empfindlich, fast immer Sonnenbrand, leichte Bräunung möglich.

               Eigenschutzzeit Typ 2:    10 – 20 Minuten

Typ 3: – Der häufigste Hauttyp in der Schweiz:

Braunes Haar, mittlerer Teint, sowohl helle oder dunkle Augen. Manchmal Sommersprossen, manchmal Sonnenbrand, gute Bräunung  möglich bei schrittweiser Gewöhnung an die Sonne.

               Eigenschutzzeit Typ 3:     20 – 30 Minuten

Typ 4: – dunkelbraunes oder schwarzes Haar, matte, dunkle Augen. Wenig empfindliche Haut. Selten Sonnenbrand, immer braun. Achtung: Vor frühzeitiger Hautalterung und Altersflecken durch zuviel Sonne, bleibt auch dieser Hauttyp nicht verschont.

               Eigenschutzzeit Typ 4:   ca. 45 Minuten.

Wie lange darf ich also täglich das Sonnenbad geniessen?

Formel:     Eigenschutzzeit  x Lichtschutzfaktor der verwendeten Creme = tägliches Sonnenkonto

Bsp.: Typ 3 benutzt Lichtschutzfaktor 15:

25 Minuten x   LSF  15   =   375 Minuten abzüglich 75 Minuten für Wind Wasser und Schweiss. (Annahme 20%)   Bleiben  300 Minuten Sonnenbad täglich. (Diese Zahlen gelten auch am Schatten)

Nützliches:

Sprechstundenvereinbarung 044 950 40 70

Ärztehotline täglich von 13.30-14.00 Uhr auf die Nummer 044 950 40 90

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