Osteoporose

Osteoporose – Was ist das?

Osteoporose – im Volksmund auch Knochenschwund genannt – ist eine schleichende Erkrankung des gesamten Skelettsystems. Durch den fortschreitenden Abbau von Knochenmasse verlieren die Knochen zunehmend an Dichte. Mit den Jahren werden die Knochen zunehmend poröser und fragiler, wodurch das Risiko für Knochenbrüche steigt. Dieser langsam fortschreitende Prozess verläuft in der Regel schmerzfrei. Schmerzen entstehen erst durch Knochenbrüche, die bei fortgeschrittener Osteoporose auch spontan, d.h. ohne erkennbare Ursachen, eintreten können. Besonders häufig sind Knochenbrüche an Wirbelkörpern, Oberschenkelhals und Armen. Osteoporose betrifft vor allem Menschen über 50 Jahre, sie kann aber auch schon in jüngeren Jahren auftreten. Bei Frauen kommt Osteoporose öfter vor als bei Männern.

Symptome der Osteoporose

Osteoporose ist eine stille Krankheit, die schleichend verläuft. In den Anfangsjahren zeichnet sich die Erkrankung durch eine weitgehende Symptomfreiheit aus. Dies führt dazu, dass die Diagnose häufig erst sehr spät gestellt wird. Deshalb müssen bestimmte Symptome ernst genommen werden, die Hinweise für eine Diagnose der Osteoporose geben. Zu diesen zählen:

Bei einer fortgeschrittenen Osteoporose kommt es nicht selten zu Spontanbrüchen. Dabei brechen Knochen ohne gravierende äussere Einflüsse. Häufig wird erst dann die Diagnose gestellt. Es lohnt sich also, frühzeitig mit dem Arzt das Gespräch über Osteoporose und deren Prävention zu suchen und allenfalls Vorsorgeuntersuchungen zu machen, damit Massnahmen gegen das Fortschreiten der Erkrankung ergriffen werden können.

So entsteht Osteoporose

Menschliche Knochen sind hart, fest, schwer und belastbar – sie sind aber keineswegs „tote“ Materie, sondern höchst lebendiges Material. Die Knochen sind einem lebenslangen Erneuerungsprozess unterworfen. Dieser besteht aus komplizierten knochenabbauenden und knochenaufbauenden Schritten, deren Balance durch ein fein abgestimmtes Regulationssystem gewährleistet wird. Weil bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Prozesse des Knochenaufbaus diejenigen des Abbaus überwiegen, nimmt die Knochenmasse in dieser Lebensphase stetig zu. Im Alter von etwa 30 Jahren ist die maximale Knochendichte – die Peak Bone Mass – erreicht. Deren Höhe ist von Mensch zu Mensch verschieden und wird unter anderem durch den individuellen Lebensstil beeinflusst. Körperliche Aktivität, Sport und eine gesunde, ausgewogene Ernährung wirken sich beispielsweise günstig aus. Werden zu wenig Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente mit der täglichen Nahrungsmenge aufgenommen, kann dies den Aufbau neuer Knochenmasse beeinträchtigen. Auf das Erreichen der Peak Bone Mass folgt eine 10-jährige stabile Phase, in der sich Auf- und Abbau die Waage halten. Ab dem 40. Lebensjahr verschiebt sich jedoch das Gleichgewicht zunehmend Richtung Knochenabbau. Dadurch kommt es zu einem natürlichen Verlust an Knochenmasse von etwa 1 % pro Jahr. Bei Frauen in der Menopause kann der jährliche Knochenmasseverlust jedoch bis auf 4 % pro Jahr ansteigen. Bei Männern nimmt die Knochenmasse normalerweise kontinuierlich ab. Kann der Körper in dieser Lebensphase auf eine grosse Knochendichte zurückgreifen, bleiben die Knochen länger stabil. Bis im Alter von 70 Jahren nimmt die Knochenmasse um durchschnittlich ein Drittel ab, ohne dass dies als krankhaft zu bezeichnen

Welche Knochen sind betroffen?

Typischerweise treten bei der Osteoporose Brüche der Wirbelkörper, der Ober- und Unterarme sowie der Hüft- und Oberschenkelknochen (Oberschenkelhals) auf. Diese Knochen weisen einen hohen Anteil an Knochenbälkchen auf, weshalb diese bei einer Osteoporose stärker betroffen sind als andere. Die Knochenbrüche können im Fall der oberen Wirbelkörper auch spontan, d.h. ohne direkten äusseren Einfluss auftreten. Bei fortgeschrittener Osteoporose können starker Husten oder das Heben von schweren Lasten Auslöser für den Bruch eines geschwächten Wirbelkörpers sein. Die daraus folgenden Schmerzen werden oft als altersbedingte Rückenschmerzen oder «Hexenschuss» angesehen und daher nicht mit Hinblick auf das Vorliegen einer Osteoporose abgeklärt. Im Laufe der Zeit schwächt der Knochenverlust bei Osteoporose die Knochenstruktur und es kann an der Wirbelsäule zu Verformungen der Wirbelkörper kommen.

Osteopenie – Die Vorstufe der Osteoporose

Die Osteopenie bezeichnet eine mässige Minderung der Knochendichte, die noch nicht die Kriterien einer Osteoporose erfüllen. Sie ist sozusagen eine Vorstufe zur Osteoporose, wobei zu betonen ist, dass nicht jede Frau oder jeder Mann mit einer bestätigten Osteopenie zwangsläufig eine Osteoporose entwickelt. Bei der Osteopenie ist die Knochendichte soweit reduziert, dass diese nicht mehr als normal gilt, aber auch noch nicht so weit abgesunken ist, dass eine Osteoporose mittels einer Knochendichtemessung (DEXA) diagnostiziert werden kann. Die Osteopenie ist noch weniger spürbar als die Osteoporose. Knochenbrüche können jedoch auch schon in dieser Phase auftreten, wenn auch mit einem halb so grossen Frakturrisiko. In Studien mit Frauen nach der Menopause wurden fast bei jeder Zweiten eine Osteopenie festgestellt, deutlich mehr als die Osteoporose selbst. Daher schätzen Wissenschaftler, dass die Hälfte der Knochenbrüche bei Frauen in den Wechseljahren auf das Konto der Osteopenie geht.

Häufigkeit und Kostenfolgen

In der Schweiz leiden rund 330.000 Personen an Osteoporose, die Mehrzahl davon sind Frauen. Mehr als 1 Million Menschen sind von verminderter Knochendichte, sogenannter Osteopenie betroffen. Die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens eine osteoporotische Fraktur zu erleiden («Lebenszeitrisiko»), beträgt in der Schweiz ab dem Alter von 50 Jahren für die Frau 51% und für den Mann 20%. Die Osteoporose ist die häufigste Erkrankung im höheren Alter. Da immer mehr Menschen immer älter werden, nehmen osteoporotische Knochenbrüche stark zu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Osteoporose deshalb zu den 10 wichtigsten Gesundheitsproblemen unserer Zeit. Im Jahr 2010 traten schätzungsweise in der Schweiz 74‘000 neue Knochenbrüche aufgrund von Osteoporose auf, darunter 14‘000 Hüft-, 11‘000 Wirbelkörper-, 13‘000 Unterarm- und 36‘000 andere Brüche. Die daraus folgenden Kosten wurden auf CHF 2.05 Milliarden geschätzt. Bezieht man den demographischen Wandel mit ein, wird dies für das Jahr 2025 eine Summe von 98‘786 neuen Brüchen und damit verbundene Kosten von CHF 2.6 Milliarden ergeben (Quelle: Svedbom et al., 2014).

Ursachen für Osteoporose

Hier muss zunächst erwähnt werden, dass die Mediziner zwischen zwei Formen von Osteoporose unterscheiden, die primäre und die sekundäre Osteoporose. Eine primäre Osteoporose entsteht ohne erkennbare Ursachen und umfasst 95% aller Fälle von Osteoporose, wohingegen die viel seltenere sekundäre Osteoporose durch eine Grunderkrankung verursacht wird.

Begünstigende Faktoren für die Entwicklung einer primären Osteoporose:

Ursachen der sekundären Osteoporose:

Beide Formen der Osteoporose betreffen sowohl Männer als auch Frauen, wobei bei allen mit zunehmendem Alter das Risiko einer Erkrankung ansteigt, die Männer jedoch oft erst später betroffen sind. Bei Männern mit Osteoporose liegt in den meisten Fällen eine sekundäre Osteoporose vor.

Wer kann betroffen sein?

Das Lebensalter spielt eine grosse Rolle bei der Entstehung einer Osteoporose. Die Osteoporose ist in erster Linie eine Erkrankung älterer und alter Menschen. Mit zunehmendem Alter ist ein Verlust der Knochenmasse von etwa 1% pro Jahr durchaus normal. Gefährlich wird es erst, wenn dieser Verlust überschritten wird. Frauen in den Wechseljahren sind am häufigsten von Osteoporose betroffen. In und nach den Wechseljahren produziert der Körper nämlich immer weniger knochenschützendes Östrogen. Häufig schreitet der Schwund an Knochenmasse dann bis zu 4% voran und führt zu einer Osteoporose mit einem erhöhten Knochenbruchrisiko. Aber auch Menschen, die in jungen Jahren aufgrund einer calciumarmen Ernährung sowie Bewegungsmangel eine eher geringe Knochenmasse aufgebaut haben , weisen im Alter häufig ein erhöhtes Risiko für Osteoporose und dadurch bedingte Knochenbrüche auf. Aber auch Menschen, die an einer Anorexie (Magersucht) litten oder leiden, haben häufig eine reduzierte Knochenmasse und schlechtere Knochenstruktur. Daher neigen sie eher dazu, an einer Osteoporose zu erkranken als der Durchschnitt.

Osteoporose – Auch ein Männerthema

Generell sind Männer weniger anfällig für eine Osteoporose als Frauen. Aber auch bei Männern nimmt die Produktion knochenschützender Sexualhormone mit dem Alter ab. Allerdings geht die Knochendichte nicht so schnell zurück, und der Verlust ist insgesamt nicht so ausgeprägt. Hinsichtlich der Ursachen gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So leiden rund zwei Drittel der männlichen Betroffenen unter einer sekundären Osteoporose. Das bedeutet, dass der Knochenschwund durch eine andere Erkrankung beziehungsweise deren Therapie bedingt ist. Deshalb ist beim Mann die Suche nach krankhaften Ursachen besonders wichtig ist, um eine ursächliche Therapie durchführen zu können.

Folge- und Begleiterkrankungen

Die häufigste Folgeerkrankung der Osteoporose sind Knochenbrüche. Vor allem betroffen sind Oberschenkelhals, Wirbelsäule und unter Unterarme. Denn die jeweiligen Knochen heilen nur sehr langsam und oft nicht vollständig. Sie führen daher bei vielen Betroffenen zu Einschränkungen in der Mobilität bis hin zu Bettlägerigkeit und Pflegebedürftigkeit. Vor allem bei Oberschenkelhalsbrüchen folgt auf die Operation meist eine langwierige Rehabilitationsphase. Denn allein die Heilung des Knochens ist nicht ausreichend. Auch der Aufbau der Muskelkraft und die Rückkehr in einen selbstständigen Alltag brauchen viel Zeit und Geduld. Leider bleiben trotzdem viele der Patienten nach einer Oberschenkelhalsbruch in ihrer Mobilität eingeschränkt und sind auf Hilfe angewiesen; rund ein Drittel müssen in ein Pflegeheim eingewiesen werden.

Umgang mit der Angst vorm Stürzen

Wenn die Diagnose Osteoporose gestellt wird, reagieren viele Betroffene mit Angst. Dies resultiert häufig aus einem vorausgegangenen Knochenbruch, der nur aufgrund eines leichten Sturzes oder sogar ohne Sturzeinwirkung entstand. Sie reagieren übervorsichtig und wollen auf keinen Fall einen weiteren Bruch riskieren, geben sogar sportliche Aktivitäten aus Angst vor einer weiteren Verletzung oder Sturz auf. Um aber weiterhin eine gute Lebensqualität zu gewährleisten und ihre Mobilität zu erhalten, ist gerade Bewegung ein wichtiges und unverzichtbares Mittel. Denn physische Aktivität ist nicht nur wichtig für Ihre Knochengesundheit, sondern auch für die psychische Gesundheit. Wenn bei Ihnen bereits eine Osteoporose diagnostiziert wurde, sind Sie zumeist in Behandlung eines Arztes oder Sie sollten sich in diese begeben. In diesem Rahmen können Sie auch die Angst vor neuen Stürzen oder Brüchen mit dem Arzt besprechen. Hier kann Ihnen der Arzt auch zusätzlich Tipps geben, wie Sie Ihr Leben weiterhin meistern können und trotzdem mobil und beweglich bleiben. Dabei können speziell auf Osteoporose abgestimmte Gymnastikübungen, Physiotherapie oder Kurse helfen.

Diagnose der Osteoporose

Die Osteoporose-Abklärung gibt Klarheit über den Zustand der Knochen. Um eine Osteoporose zu erkennen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dazu gehören Gespräche mit dem Arzt, körperliche Untersuchungen, Laborabklärungen, Knochendichtemessungen und weitere bildgebende Verfahren. Wenn der Arzt die Knochengesundheit sicher diagnostiziert hat, kann er allenfalls geeignete Massnahmen einleiten. Häufig jedoch wird eine Osteoporose erst nach einem Knochenbruch festgestellt. Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen, die insbesondere bei gefährdeten Personen durchgeführt werden, wird die Krankheit frühzeitig erkannt.

Untersuchungen und Diagnosestellung

Die Knochendichtemessung (Knochendensitometrie) ermöglicht eine Diagnose bereits, bevor es zum ersten Knochenbruch kommt. Dieses Verfahren untersucht den Mineralstoffgehalt des Knochens (Knochendichte), denn dieser bestimmt massgeblich die Festigkeit des Knochens. Eine verminderte Knochendichte bedeutet somit eine erhöhte Brüchigkeit der Knochen. Die am häufigsten verwendete Methode der Knochendichtemessung ist die Doppel-Energie-Röntgenabsorptiometrie (DEXA). Während man angekleidet auf dem Untersuchungstisch liegt, werden unter Bedienung einer speziell ausgebildeten Arztgehilfin üblicherweise die Wirbelsäule und/oder die Hüfte untersucht – also die Orte, an denen die Knochenbruchgefährdung am grössten ist. Verwendet wird nur eine geringe Dosis an Röntgenstrahlen, wobei die Strahlendosis nur unwesentlich grösser ist als diejenige, die natürlicherweise in der Umwelt vorliegt. DEXA-Messungen sind daher für Patientinnen und Patienten völlig harmlos. Nach kurzer Zeit werden die Daten der nur wenige Sekunden dauernden Messung durch den angeschlossenen Computer ausgewertet. Knochendichtemessungen kann man in speziellen DEXA-Zentren durchführen lassen. Die Kosten für eine Knochendichtemessung mittels DEXA belaufen sich auf ca. 130 CHF.

Therapie der Osteoporose

Wird vom Arzt das Vorliegen einer Osteoporose diagnostiziert, sind oft bereits erste Knochenbrüche aufgetreten oder Veränderungen der Wirbelsäule zu sehen. Umso wichtiger ist es dann, mit der richtigen Therapie ein Fortschreiten der Osteoporose zu verhindern. Die Behandlung der Osteoporose basiert auf verschiedenen Säulen, allen voran eine knochengesunde Ernährung und ausreichend körperliche Bewegung. Darauf aufbauend kann vom Arzt eine medikamentöse Therapie eingeleitet werden. Diese schliesst die Eindämmung von Schmerzen sowie die Sturz-Prävention mit ein. Die Schweizerische Vereinigung gegen Osteoporose (SVGO) empfiehlt als allgemeine therapeutische Massnahme bei Osteoporose: den Erhalt der Mobilität, das Vermeiden von Stürzen und die Korrektur von Ernährungsdefiziten.

Osteoporosespezifische Therapien

Die Osteoporose sollte neben Ernährungsumstellungen und Verbesserungen des Lebensstils auch medikamentös behandelt werden. Dabei stehen verschiedene Präparate mit unterschiedlichen Wirkmechanismen und Darreichungsformen zur Verfügung. Grundsätzlich hemmen diese Medikamente entweder den Knochenabbau (Bisphosphonate, Calcitonin, Denosumab, selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren) oder fördern den Knochenaufbau (Teriparatid). Unabhängig davon, welches Präparat gewählt wird, muss man bedenken, dass die Behandlung der Osteoporose eine Langzeittherapie darstellt. Die Einnahme der Medikamente sollte der Verschreibung entsprechend eingehalten und sorgfältig überwacht werden. Bei jedem Medikament können Nebenwirkungen auftreten, die mit dem Arzt besprochen werden sollten. Ohne Zustimmung des Arztes sollte keine Therapie abgeändert oder unterbrochen werden.

Basistherapie: Calcium- und Vitamin D-Supplemente

Calcium und Vitamin D sind für die Mineralisierung der Knochen verantwortlich und haben sich als Basistherapie in der Osteoporosebehandlung etabliert. Da Calcium ein wichtiger Baustein für starke und gesunde Knochen ist und Vitamin D den Einbau von Calcium in die Knochen gewährleistet, wird den meisten Osteoporosepatienten ein Kombinationspräparat mit Calcium und Vitamin D empfohlen, insbesondere bei Mangelernährung bzw. geringer Sonnenexposition. Die von der Schweizerischen Vereinigung gegen Osteoporose (SVGO) empfohlene tägliche Gesamtzufuhr beträgt 1000 mg Calcium, 800 IE (Internationale Einheiten) Vitamin D und 1 g/kg Körpergewicht Protein. Die empfohlenen Dosierungen für Calcium- und Vitamin D Supplemente können mit Ernährungszustand und Lebensgewohnheiten, Alter und Geschlecht der Patienten variieren.

Krankheits-Mythen zur Osteoporose:

Osteoporose ist keine schlimme Krankheit.

Falsch! Die Osteoporose kann zu Knochenbrüchen führen, welche schwerwiegende physische und  psychische Auswirkungen haben können. Einige Betroffene werden sich nicht mehr vollständig erholen und im schlimmsten Fall sind sie danach auf Pflege in einem Heim angewiesen. Deshalb ist es wichtig, sich schon früh mit der Vorbeugung dieser Krankheit auseinanderzusetzen.

Osteoporose ist eine reine Frauenkrankheit.

Falsch! Bei der Frau produziert der Körper in und nach den Wechseljahren immer weniger knochenschützendes Östrogen. In der Folge kommt es zu einer schnellen Verminderung der Knochendichte, wodurch das Risiko an Osteoporose zu erkranken, deutlich ansteigt. Auch bei Männern kommt es zu einer Abnahme des männlichen Hormonspiegels, jedoch viel langsamer. Daher erkranken sie seltener daran und oft erst in späteren Jahren (meist rund 10 Jahre später als Frauen). Trotzdem steigt die Zahl der von der Knochenkrankheit betroffenen männlichen Patienten deutlich an.

Nur ältere Menschen sind von Osteoporose betroffen.

Falsch! Bis zum 30. Lebensjahr überwiegen knochenaufbauende Prozesse im Körper. Nach dem 40sten Lebensjahr überwiegen die knochenabbauenden Prozesse im Körper. Die Knochenmasse nimmt dann normalerweise jährlich um etwa 1 % ab, sodass meistens Personen ab 50 Jahren an Osteoporose erkranken. Vorbeugende Massnahmen gegen Osteoporose sollten jedoch schon viel früher beginnen: Wer bereits früh auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Calcium und Vitamin D (Milch- und Getreideprodukte) sowie viel frischem Obst und Gemüse achtet, hat die Möglichkeit, seine Knochendichte bis ins hohe Alter positiv zu beeinflussen.

Osteoporose-Patienten müssen sich schonen.

Falsch! Da osteoporotische Knochen bereits bei leichten Belastungen brechen können, denken viele, dass Osteoporose- Patienten am besten auf jegliche Aktivität und vor allem auf Sport verzichten. Das stimmt aber nicht: Denn es gilt als erwiesen, dass regelmässige Bewegung sowohl Muskulatur als auch Knochen stärkt. Gut trainierte Muskeln fördern die Stabilität des gesamten Körpers und bieten eine gute Sturzprophylaxe. Bei fortgeschrittener Osteoporose sollten mit dem behandelnden Arzt geeignete Aktivitäten gefunden werden, um das Verletzungsrisiko gering zu halten.

Nützliches:

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